Ein Stadtspaziergang zu Basels intimen Örtchen
Öffentliche Toiletten sind Orte, die fast alle nutzen, aber kaum jemand beachtet. Sie sind geschlechtlich organisiert, überwacht und oft ungleich verteilt. Wer sich im öffentlichen Raum selbstverständlich bewegen kann, hängt auch davon ab, ob sichere, saubere und zugängliche Sanitäranlagen vorhanden sind. Für marginalisierte Gruppen bedeutet dies oft Planung, Unsicherheit oder das Gefühl, nicht vorgesehen zu sein. Der Stadtspaziergang widmet sich Basels stillen Infrastrukturen und untersucht, wie Architektur Fragen von Teilhabe und Ausschluss konkret werden lässt. In ihrer scheinbaren Nebensächlichkeit machen sie urbane Machtverhältnisse sichtbar und zeigen, wie eng Intimität und Öffentlichkeit im Stadtraum miteinander verwoben sind.