Die genossenschaftliche Wohnsiedlung entstand auf einem langgestreckten, ehemaligen Gärtnereiareal inmitten lockerer Reihenhausstrukturen und zählt zu den frühen Beispielen kostengünstiger, energie- und umweltbewusster Architektur. Als eines der ersten Mietwohnprojekte in Niedrigenergiebauweise mit kontrollierter Wohnungslüftung war sie ihrer Zeit voraus.
Der in drei Trakte gegliederte Baukörper mit Kopfbau, Mitteltrakt und südlichem Abschluss reagiert differenziert auf den Kontext und schafft vielfältige Freiräume zwischen öffentlichen und halbprivaten Bereichen. Die „Siedlung in einem Haus” umfasst insgesamt 41 Wohnungen, darunter auch 11 betreute und barrierefreie Einheiten, ergänzt durch Gemeinschaftsräume, zuschaltbare Zimmer sowie gemeinschaftliche Infrastrukturen. Flexible Grundrisse ermöglichen eine Anpassung an unterschiedliche Lebensphasen. Balkone und Zugänge sind als begrünbare Lauben ausgebildet. Das kompakte Volumen, die hochwertige Dämmung und die kontrollierte Lüftung sorgen für einen niedrigen Energiebedarf. Ein aktiver Siedlungsverein trägt bis heute zu einem lebendigen nachbarschaftlichen Zusammenleben bei.