Die 1892 von Vischer & Fueter errichteten Eisenbahnerhäuser prägen den Tellplatz seit über 125 Jahren und gehören zu den identitätsstiftenden Bauten des Gundelis. Als geschlossene Anlage verleihen sie dem Platz eine markante Präsenz und öffnen sich zugleich zu einem überraschend grosszügigen, begrünten Innenhof – einer der letzten zusammenhängenden Gemeinschaftshöfe im Quartier.
Entstanden aus einer Initiative von SBB-Angestellten, verkörpert die Siedlung seit jeher ein solidarisches Wohnmodell mit kleinen, funktionalen Wohnungen, Mansarden und Nutzgärten. Die jüngste Gesamtsanierung überführte die historische Anlage behutsam in die Gegenwart: Hofseitige Balkone erweitern die Wohnungen, Mansarden wurden zu Studios ausgebaut, neue Wegführungen verbessern die Zugänglichkeit. Während der etappenweisen Sanierung ermöglichten interne Rochadelösungen den Verbleib der Mietparteien. Gartenbeete und das zum Gartenhaus umgenutzte Waschhaus stärken das kollektive Leben und sichern der Siedlung ihre städtebauliche und soziale Bedeutung bis heute.