Der «deux chevaux» nimmt als «zweites Pferd im Stall» und als erster Neubau der Genossenschaft CoHabitat typologisch Bezug auf die Altbauten der Genossenschaft. Zentrale Prämisse ist ein erschwingliches, flächeneffizientes und anpassbares Wohnen. Die kompakten Grundrisse loten dabei die Grenzen heutiger Gesetze und Normen gezielt aus. Die Wohnungen sind auf das Wesentliche beschränkt und knapp geschnitten: So misst eine 4.5-Zimmer-Wohnung nur 76 m² und ist für mindestens drei Personen vorgesehen. Unterschiedliche Wohnungstypen bis hin zur grossen WG fördern die soziale Durchmischung. Das Gerüst des Gebäudes bilden vier Betonstützen, das innenliegende Treppenhaus und die Brandwände aus Kalksandstein, die durch Holzständerwände sowie raumhohe Fenster und Türen ausgefacht sind. Die Materialien werden nie raumgreifend eingesetzt, wodurch die knappen Räume grosszügiger wirken. Ergänzt wird das Angebot durch gemeinschaftliche Bereiche wie Waschküche und Badstube, eine zum Garten geöffnete Halle im Sockelgeschoss sowie flexible Mansardenzimmer im Attikageschoss – in Anlehnung an bewährte Modelle seit der Jahrhundertwende.
Öffentlicher Verkehr
Tram 11 bis Hüningerstrasse
Tram 1 bis Bahnhof St. Johann
Details
Erstellung: 2022
Architektur: kollektive architekt
Auftraggeberin und Nutzerin: Genossenschaft CoHabitat
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