Die Planung und der Bau des Hauses Duldeck als Wohnsitz für Emil Grosheintz (1867–1946) und seine Familie begannen im Jahr 1915. Rudolf Steiner (1861–1925), der Begründer der Anthroposophie, schuf das Modell für das Haus sowie detaillierte Modelle für den Schornstein und die Eingänge. Hermann Ranzenberger entwarf in Zusammenarbeit mit Rudolf Steiner die Innenausstattung des Hauses und die Gestaltung der Umgebung. Das Haus Duldeck befindet sich in unmittelbarer Nähe des Goetheanums, zusammen mit anderen von Rudolf Steiner entworfenen Gebäuden. Das Haus Duldeck war das erste Wohnhaus, das Rudolf Steiner entwarf. Er hatte bereits das erste Goetheanum und zugehörige Gebäude wie das Heizhaus und das Glashaus entworfen. Er entschied sich dafür, das Haus Duldeck aus Stahlbeton zu bauen, aus dem auch das Heizhaus errichtet wurde. Das Haus Duldeck ist wie das erste Goetheanum und das Glashaus mit norwegischem Schiefer gedeckt. Rudolf Steiner entwickelte seine Ideen zur organischen Architektur aus seinem Studium von Goethes Metamorphosenlehre. Die Doppelkuppel des ersten Goetheanum war die Grundlage für die architektonischen Formen der Nachbargebäude. Die zylindrischen Formen der Hauptfassaden des Hauses Duldeck und das ausdrucksstarke, kantige Design des Daches sind das Ergebnis dieses architektonischen Verständnisses.
Öffentlicher Verkehr
Tram 10 oder S3 bis Dornach-Arlesheim
Bus 66 bis Goetheanum
Details
Erstellung: 1915-1920
Architektur:
Rudolf Steiner, Ernst Aisenpreis, Hermann Ranzenberger
Eigentümerin:
Rudolf Steiner Nachlassverwaltung
Nutzung:
Rudolf Steiner Archiv
Mitglied: Iconic Houses
Denkmalverzeichnis Kantons Solothurn